Blog 429 - 17.07.2016 - Nummerieren, beschriften, abhaken

Beim Puppenbauen bin ich gerade nicht sehr effektiv. Nicht sehr effektiv ist noch nett ausgedrückt, denn ich schaffe in dieser Woche nur das Ausschneiden einiger Formen, weil immer etwas anderes zu tun ist. Immerhin kann ich zwischendurch schnell ins Stoffgeschäft flitzen und schöne Froschstoffe mitnehmen. Am fehlenden Material kann es jetzt zumindest nicht mehr scheitern, nur die lange To-do-Liste steht im Weg.

Aber ich nehme es locker. Es bringt ja nichts, aus Prinzip immer mal eine halbe Stunde Bauzeit dazwischen zu quetschen, aber nicht tiefenversunken arbeiten zu können. Da erledige ich jetzt lieber mal die anfallenden Sachen und setze mich bald wieder konzentriert an den Werktisch.  

Inzwischen ordne ich die ersten Stapel Videokassetten in ihre Kisten zurück, was wesentlich mehr Arbeit ist, als es sich anhört, denn ich muss sowohl die Kassetten einzeln beschriften, als auch sorgfältig auf Listen vermerken, welche Videos auf welche Festplatten überspielt wurden. Mehr als 600 Kassetten sind inzwischen durchgesehen, etwa die Hälfte davon wurde gesichert. Die anderen gelten als "nicht wichtig" und wandern ohne bunte Markierung in ihre Kisten zurück, wo sie vermutlich dahindämmern werden, bis die Videobänder zerfallen. 

Abgesehen von der vielen Arbeit finde ich es gut, dass die alten Videos demnächst viel einfacher zu sichten und zu bearbeiten sind. Auf einer Festplatte kann ich mich bei Bedarf blitzschnell durch Konzerte zappen und muss nicht ewig Videokassetten vor- und zurückspulen, um einzelne Lieder zu finden. Da meine Kassetten-Nummerierung bis zur 1800 geht und außerdem noch weitere zwei Kisten mit völlig unnummerierten und zum Teil unbeschrifteten Kassetten warten, werde ich noch etwas länger mit der Sache beschäftigt sein.

Parallel zu den vielen Sachen, die erledigt werden müssen und dem Ordnen der Videos überarbeite ich auch noch alte Wise Guys Konzertberichte, um sie bald auf die neue Homepage zu übertragen. Gerade weil die Wise Guys im nächsten Jahr aufhören werden, finde ich es schön, wenn die Erinnerungen an ihre ersten Jahre zum Nachlesen erhalten bleiben. Das Überarbeiten der Texte ist langwierig, weil ich sie durchlesen, an die neue Rechtschreibung anpassen und jedes Foto einzeln bearbeiten und übertragen muss. Ich habe aber unerwartet viel Spaß beim Lesen und erlebe die frühen Konzerte intensiv mit. Da freue ich mich jetzt schon, wenn die Seiten bald freigeschaltet werden können.

Dass ich zweimal Aushilfs-Hundeausführerin bin, ist in dieser Woche toll, denn damit habe ich einen Grund, mal durch die Landschaft zu laufen. Wiese, Himmel, Wind und Sonne kann ich als Ausgleich gut gebrauchen. Ich merke, wie mir das gut tut und überlege kurz, ob ich einen Wandertag in der Eifel einlegen soll. Wär schon schön, ist aber Quatsch, wenn so viel anderes zu tun ist. Außerdem freue ich mich, wenn ich bald beim Puppenstück weitermachen kann. Das bleibt das große Ziel, auf das ich in diesem Jahr hinarbeite.

 

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