Blog 506 - 07.01.2018 - Brot und Spiele. Und Tee.

Komplett entspannte Familien-Tage zu Beginn des Neuen Jahres. Die beiden Jungs sind da, und das "normale" Leben wird erst in der nächsten Woche wieder anfangen. Jetzt zählt ausschlafen, alles Unwichtige liegen lassen, viele Brettspiele spielen, Rezepte ausprobieren, lecker essen, Tee trinken und Zeit haben. Wenn man mit den richtigen Leuten zusammen ist, wird sogar ein Fisch im Salzmantel zum kreativen Spaß.

Am Ende der Zeit löst sich die Feiertaggesellschaft auf und ich fahre mal wieder nach Chemnitz. Als ich ein Kind war und Chemnitz noch Karl-Marx-Stadt hieß, lebte dort Tante Else, eine Cousine meiner Oma, die immer mal wieder auf Westbesuch kam. Heute wohnt mein Sohn in Chemnitz, und ich würde zu gerne wissen, in welchem Viertel Tante Else damals wohnte und an welcher Oberschule sie Lehrerin war. Aber nicht nur, dass niemand aus der verbliebenen Familie weiß, wie ihr Nachname war - sie war immer nur "Tante Else" - es sind auch keine Briefe mehr von ihr vorhanden, auf denen es eine Absenderadresse gäbe. Wie schade. Ich bin mir sicher, dass es in Chemnitz noch Erinnerungen an meine Tante Else gibt, aber ich komme ihnen nicht nah. Dabei würde ich gerne wissen, ob sie wirklich linientreu und so streng war, wie sie uns Kindern damals vorkam, oder ob sie eher zynisch kommentierte und schwarzen Humor hatte, was wir als Kinder noch nicht so gut unterscheiden konnten.

So. Jetzt geht das Neue Jahr richtig los und ich muss mich um die weiteren Puppen-Monster und den Bau der Moderatorenpuppe kümmern. Auch eine kleine Gitarre und einen kleinen Totenkopf brauche ich noch, sowie ein fahrbares Gestell. In einer Woche ist Probe für das Puppenstück und es sollte möglichst viel fertig sein. Mal sehen, wie viel ich schaffe. Meinen Text sollte ich bis dahin auch können. Zumindest ungefähr.

            
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