Meine Güte, was ist das für ein Aufwand, um die Unterlagen zu bekommen, die für ein Gutachten und einen Hausverkauf gebraucht werden! Ich habe eine eher kleine Liste, auf der einige Begriffe stehen, und lese mich zunehmend verzweifelt durch Behördenseiten im Internet. Grundbuchamt, Katasteramt, Bauordnungsamt … Immerhin weiß ich jetzt, warum so viele Notare und auch windige Geschäftemacher anbieten, dass sie die benötigten Unterlagen gegen Gebühr besorgen. Den Grundbucheintrag kann
mehr...Meine freien Tage, die kurz vor Weihnachten begannen, nähern sich dem Ende. Das passt auch, denn ich habe gemütlich vor mich hin gelebt, mich dabei gut erholt und merke, dass ich jetzt wieder aktiv werden möchte. Vor zwei Wochen war mir der Gedanke, dass ich noch eine Liste von Unterlagen bei Behörden anfragen und aus Ordner zusammentragen muss und dass wir in den nächsten Wochen das Haus meines Vaters ausräumen
mehr...Das alte Jahr endet und im nächsten wird es deutlich anders weitergehen. Die Unterstützung meines Vaters hat zunehmend Zeit und Energie von mir verlangt. Ich bin aber sehr froh, dass er sich bis zum Schluss darauf verlassen konnte. Ohne die 24-Stunden-Kräfte, die sich um seinen Alltag kümmerten, wäre alles gar nicht gegangen. Bei mir war es nicht nur der eine Tag in der Woche, den ich fest bei ihm verbrachte,
mehr...Am Sonntag wache ich in Frankfurt auf der gemütlichen Klappmatratze im Wohnzimmer meines Sohnes auf. Am Vorabend habe ich ein schönes Maybebopkonzert besucht, jetzt blinzelt die Sonne durch die Gardinen und ich bin erstmal raus aus allem. In zwei Tagen ist Weihnachten und mindestens bis Neujahr werde ich keine To-do-Sachen mehr erledigen, sondern nur machen, was ich gerade will. In aller Ruhe und ohne jedes Muss. Das beginnt sofort, denn
mehr...Meine Neujahrskarte male ich am Sonntag fertig und scanne sie ein. Beim Scan kommt diesmal die Aquarellstruktur nicht richtig raus und alles ist zu rötlich. Mit einer Bildbearbeitung versuche ich das Ergebnis besser zu machen, aber so ganz zufrieden bin ich am Schluss nicht. Soll ich es lieber nochmal einscannen und von vorne beginnen? Aber bisher hat es doch immer geklappt und ich möchte gerne in einem Schwung fertig werden.
mehr...Dass ich nicht mehr telefonisch erreichbar sein muss, weil mein Vater anrufen könnte oder etwas mit ihm passiert ist, daran muss ich mich erst gewöhnen. Seit mehr als einem Jahr hatte ich das Handy durchgehend bei mir und war darauf eingestellt, im Notfall sofort loszufahren. Begonnen hatte der freiwillige Bereitschaftsdienst vor fünf Jahren, als meine Mutter krank wurde und häufig Kontakt brauchte. Im Unterbewusstsein war ich seitdem immer auf dem
mehr...In der letzten Woche schlief unsere Katze viel und fraß wenig. Das ist in den letzten Monaten öfter mal für ein paar Tage geschehen, danach war wieder alles normal. Sie wollte aber auch nicht nach draußen. Das war ungewöhnlich. Sogar in den Nächten blieb sie im Haus, was nie vorher passiert war. Es war allerdings auch eisig kalt, sie ist inzwischen fünfzehneinhalb Jahre alt und mag windige Kälte gar nicht.
mehr...Der Sonntag beginnt mit einem Besuch im Krankenhaus. Mein Vater wirkt ein bisschen fitter. Seine Stimme ist fast normal, allerdings strengt ihn das Sprechen sehr an. Ich überrede ihn, das Mittagessen zu probieren und reiche einen Teelöffel mit etwas Kartoffelpüree und Soße. Es schmeckt ihm nicht, er verzieht das Gesicht und sagt: „So was nicht“. Ich sage: „Papa, du musst essen, damit du kräftiger wirst, auch wenn es nicht so
mehr...Sonntag: Ursprünglich war geplant, dass der Gatte und ich bis zum Abend in Frankfurt bleiben und wir am Nachmittag noch einmal das Theaterstück von F.E.S.T. ansehen, bei dem der Sohn mitmacht. Jetzt muss ich aber noch zu meinem Vater ins Krankenhaus, also gehen wir nur noch zusammen frühstücken. Es gibt ungewöhnliche Ei-Avocado-Cheddar-Toasts und englisches Frühstück mit Spiegelei, aber ohne Speck, weil die Bäckerei türkisch ist und kein Schweinefleisch anbietet. Es
mehr...Die vier beim Aufräumen gefundenen Waffeleisen ergeben Überraschungen. Eines ist für viereckige, belgische Waffeln, eines für dünne Eiserkuchen, eines ist so verbraucht und alt, dass ich es nicht behalten möchte und eines ist ein Sandwichmaker, bei dem sich die Teflonbeschichtung löst und der mit dem verbrauchten Waffeleisen zum Werkstoffhof kommt. Um zu testen, ob die beiden übrigen Waffeleisen noch funktionieren, muss ich natürlich Waffeln backen. Es sind zwei verschiedene Teige
mehr...Die Hauptfigur im kleinen Kinderstück bekommt nun doch die Plüschhaare. Die extra für sie gekaufte Wolle gefällt mir auch, aber mit den wilden Fellhaaren wirkt sie ein bisschen durchgedrehter, was zu ihrem Charakter passt. Mit feiner Nadel begebe ich mich ans Frisurenhandwerk. Die sorgfältig genähten Ohren habe ich vorher wieder abgetrennt, weil sie unter dem Plüsch gar nicht zu sehen sind und sogar stören. Na, macht nichts, die nächste Puppe
mehr...Na, geht doch. Kaum reserviere ich mir zwei Nachmittage in der Woche zum Arbeiten am Puppenstück, da klappt das auch. Am ersten Nachmittag nehme ich mir die halb fertige Klappmaulfigur vor, die zwar recht gut als Hauptperson passt, aber nicht ganz so aussieht, wie ich sie mir ursprünglich für die Rolle vorstellt habe. Ich führe eine kleine OP durch, um die Nase schmaler zu machen, nähe Augenlider und schnitze Ohren.
mehr...So! „So“ ist ein typisch deutscher Ausdruck, den ich häufig verwende. Meistens wenn etwas fertig ist und ich zufrieden: „So“ sage. Oder wenn ich meine Jacke angezogen, den Einkaufskorb ergriffen habe und damit signalisiere, dass ich losgehen kann: „So.“ Jetzt sage ich es kurz und druckvoll: „So!“ und meine damit, dass ich einen Entschluss gefasst habe. Es ist schwierig und ich weiß auch nicht, ob es überhaupt klappen kann, aber
mehr...Nach dem Hämmern, Stauben und Türeinbau der letzten Woche würde ich jetzt gerne mal einen völlig entspannten Sonntag haben. Nur träge herumsitzen, Tee trinken und lesen. Wann hatte ich das letzte Mal einen solchen Tag? Vermutlich als Kind in den Ferien. Wenn ich stundenlang gelesen und zwischendurch Himbeersirup getrunken habe. Oder auch mal Tri-Top, aber das kratzte immer im Hals. Leider machen mir das Herumsitzen und Lesen wenig Vergnügen, wenn
mehr...Am Sonntag habe ich den letzten Kurstag „Betonfiguren bauen“. Es herrscht arbeitssame Atmosphäre, weil nur noch bis zum Mittag Beton aufgetragen werden kann. Aber auch wenn alle noch viel schaffen wollen, bleibt Zeit für kleine Gespräche und gegenseitige Hilfe. Es ist eine schöne, kreative und friedliche Stimmung im Raum, die eine gute Basis zum konzentrierten Arbeiten und gleichzeitigen Entspannen ist. Mein Widder ist klein genug, um fertig werden zu können.
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