Es ist erst für „demnächst“ geplant, aber als ich am Montag in den Hof gehe, sehe ich neben der Kellertreppe die noch grünlich bemalte Wand und darüber die frisch gestrichene Fassade. Spontan hole ich Klebeband und Rolle und streiche den unteren Teil mit Sockelfarbe. Die Überlegung: „Wird das vielleicht zu dunkel?“, beantworte ich vor dem Streichen mit: „Nein.“ Nach dem Streichen finde ich das immer noch. Es gefällt mir gut.
mehr...Am Sonntag fahre ich mit dem Gatten zusammen erneut nach Frankfurt, wo der Sohn in der Dernière von Ibsens „A Doll’s house“ spielt. Die möchten wir gerne noch ansehen, ehe das Stück schon wieder vom Spielplan ist. Wir merken sofort, dass seit der Première alles deutlich lebendiger geworden ist. Die bewegungs- und emotionsgebremste Inszenierung schränkt allerdings weiterhin ein, was sehr schade ist. Immer wieder denke ich: „Warum guckt sie ihn
mehr...Lars Reichow spielt in Köln in der „Volksbühne am Rudolfplatz“, die bei mir immer noch „Millowitschtheater“ heißt. Oder auch: „Dieses Theater, in dem früher das Millowitsch war.“ Dass es außerdem an der Aachener Straße und nicht am Rudolfplatz steht, macht es für mich noch komplizierter. Egal. Zum ersten Mal ist der Gatte bei einem Lars-Reichow-Programm dabei, der auf mein „Komm doch mal mit, das wird dir gefallen!“, tatsächlich mal mitkommt.
mehr...Auf dem ZDF-Gelände in Mainz werden die neuen Aufzeichnungen für das 3sat-Zeltfestival gemacht. Am Montag ist Rainald Grebe da, was für mich natürlich ein Grund ist, hinzufahren und als Zuschauerin dabei zu sein. Ich setze mich extra seitlich in die zweite Reihe des hinteren Blocks, damit ich zwar gut sehen kann, aber vor Kameras, die mich in Nahaufnahme filmen wollen, einigermaßen sicher bin. Die vorderen Reihen und die Randplätze sind
mehr...„Die Folgen des Erfolgs“, mein Theaterstück, ist auf dem Weg zur Bühne. Am Sonntagnachmittag ist der Castingtermin, an dem ich das Stück kurz vorstelle und Textauszüge mitbringe, die von den Teilnehmenden in wechselnden Rollen gelesen werden. Das ist locker und macht schon Spaß. Es gibt danach auch keine wortlos verschwindenden Leute und keinen Dialog der Art (Person): „Äh, ich glaub, da kann ich nicht.“ (Ich): „Welchen Termin meinst du?“ (Person):
mehr...„Weißt du, dass Bjarne Mädel eine Lesung in Bonn macht?“, fragt der Gatte zu Beginn der Woche. „Was?“, frage ich und bin sofort sehr interessiert. Er setzt hinterher: „Aber da kannst du nicht. Das ist am Sonntag, da hast du Casting.“ „Oh, schade“, sage ich und kombiniere messerscharf: „Das bedeutet, dass Bjarne Mädel nicht zu meinem Casting kommen kann.“ Das nur, falls mal jemand nach Gründen fragt, warum Bjarne Mädel
mehr...Noch einmal lese ich das überarbeitete Theaterstück sorgfältig durch und schon wieder ändere ich einige kleine Formulierungen oder ergänze Sätze. Vermutlich würde ich das auch beim elften Durchlesen noch so machen und immer noch Verbesserungsmöglichkeiten finden. Ich merke aber selber, dass es langsam um winzige Details geht, die einen Satz vielleicht etwas flüssiger machen, inhaltlich aber keinen Unterschied bringen. Ich schließe nicht aus, dass ich in der nächsten Woche nochmal
mehr...Am Sonntag gibt es eine interne Vorstellung der Frankfurter F.E.S.T.-Theatergruppe. Einige der Mitglieder haben einfach mal so ein Programm mit verschiedenen Musicalnummern vorbereitet. Der Gatte, der Sohn und ich sind unter den Zuschauern der einzigen Vorstellung der „Miscast Musical Variety Show“. Der Spaß und die Liebe zum Musical stehen im Vordergrund, Begeisterung darf auch mal Gesangstalent übertreffen. Es gibt sehr gute und sogar professionelle Sänger*innen und auch einige, die für
mehr...Am Sonntag hacke ich schon sehr früh morgens – da ist es noch kühl – weiter einen Weg entlang des Zauns frei. Ich bin ziemlich gründlich, und das Ergebnis ist beeindruckend. Man könnte beim Anblick vermuten, dass ich auch sonst einen dementsprechend „ordentlichen“ Garten habe, in dem die Fleißigen Lieschen in Reihen gepflanzt werden. Aber es ist tatsächlich nur die Schneise zum Nachbargrundstück, die so musterhausgültig aussieht. Ein Laufweg am
mehr...Ich bin tief im Ferienmodus. Nichts Dringendes steht an. Mein Theaterstück ist geschrieben und ich werde es erst in einer Woche erneut durchlesen, wenn ich etwas Abstand zum Inhalt habe. Langweilig wird es mir trotzdem nicht. Abgesehen davon, dass ich immer eine Beschäftigung finde, stehen auch überall Kisten, die noch ausgepackt, Ordner, die noch sortiert und Zimmer, die grundausgeräumt werden müssen. Aber eben nicht sofort. Auf der Liste stehen auch:
mehr...In meiner Sommerresidenz – dem Grillplatz mit Laube, hoch oben, am Ende des Gartens – sitze ich weit ab von der Welt. Es fühlt sich zumindest so an. Ringsherum ist es grün zugewachsen und nach vorne kann ich zwischen den Bäumen in die Ferne und auf die ersten Eifeler Hügel gucken. Dort oben fühle ich mich komplett wohl. Manchmal denke ich: „Wenn ich so einen Platz an einem Urlaubsort vorfinden
mehr...Schon mehr als eine Woche habe ich ungestört Zeit zum Schreiben des Theaterstücks. Es geht sehr gut voran. Am Ende jedes Tages speichere ich die aktuelle Textversion auf einen Stick, den ich mit ins Haus nehme. Den Laptop lasse ich in der Laube, wo ihn ein Regensturm oder eine Katze vom Tisch fegen könnten. Das ist zwar nicht zu erwarten, aber es ist immer gut, die Daten auch woanders abgespeichert
mehr...Schreibwoche. Tatsächlich. Jeden Tag kann ich einige Stunden in der Laube sitzen und am Theaterstück schreiben. Ich kann es kaum glauben. Keine plötzlichen Termine, keine Telefonanrufe, die sofortiges Handeln erfordern könnten, keine To-do-Liste, die in den nächsten Tagen erledigt sein muss. Mein Leben hat sich wirklich geändert. Ich habe ein bisschen Déjà vu-Gefühle, denn so wie es jetzt ist, war es schon einmal: Als meine Eltern noch fit und selbstständig
mehr...Am Sonntagmittag starte ich den zweiten Versuch, die mit der Bahn kommenden Berliner abzuholen. Da Köln wegen der CSD-Parade großflächig zugestopft sein wird, machen wir ab, dass sie schon in Düsseldorf aussteigen und ich sie dort am Bahnhof abhole. Kilometermäßig ist das für mich ein wenig länger, dafür sind die Straßen frei. Ich fahre extra etwas früher los, weil ich mich auf dem Düsseldorfer Hauptbahnhof nicht auskenne und in Ruhe
mehr...Um 7 Uhr am Sonntagmorgen stehen der Gatte und ich schon in der Bäckerei, um Brötchen zu holen. Mit denen fahren wir in die Nähe von Limburg an der Lahn, um bei seiner Schwester zu frühstücken. Von der aktuellen Hitzewelle ist während der Fahrt dank der Klimaanlage im Auto nichts zu merken, im schwesterlichen Wohnzimmer wegen fehlender Klimaanlage schon. Da steht die warme Luft der letzten Tage und Nächte. Wir
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