Na, das fehlt gerade noch! Am Sonntag wache ich mit Halsschmerzen, trockenem Husten und leichtem Druck beim Atmen auf. Nicht richtig krank, aber fit eben auch nicht. Ich mache einen eher ruhigen Tag, damit sich meine Energie sofort gegen die Erkältung einsetzen kann und nicht durch stundenlanges Kistenleeren im Wohnzimmer verbraucht wird. Bleiben die Kisten eben gestapelt. So langsam gewöhne ich mich daran, dass immer welche im Wohnzimmer stehen und
mehr...Es ist Karneval im Rheinland und ich bekomme so gut wie nichts davon mit. Im Fernsehen wird davon berichtet und am Rosenmontag höre ich eine Weile lang die Bässe des dörflichen Karnevalszuges, aber ansonsten sitze ich in meinem Wohnzimmer, gucke die abgestellten Kisten durch, sortiere und verräume. Blöderweise muss ich, um mein Wohnzimmer zumindest ein wenig zu leeren, viele vorsortierte Sachen erstmal in anderen Zimmern aufstapeln. Dadurch sieht es jetzt
mehr...Wenn ich alleine im Haus meiner Eltern bin, kommt mir das seltsam vor. Bisher dachte ich, das läge am Ausräumen der persönlichen Sachen und daran, dass ich Dinge weggebe, die meinen Eltern etwas bedeutet haben. Doch inzwischen merke ich, dass am seltsamsten ist, dass meine Eltern nicht mehr da sind und auch nicht mehr jeden Moment reinkommen können. Meine Mutter läuft nicht mehr durch den Garten und zupft dabei vertrocknete
mehr...Überall stehen bei mir gestapelte Kisten und Tüten, die noch ausgepackt werden müssen. Wohin mit allem, was ich aufheben will? Das Haus meines Vaters ist immer noch nicht leer und mein eigenes kann die Neuzugänge nicht wirklich verkraften. Und bald beginnt die Gartenzeit, für die ich arbeitsintensive Outdoor-Pläne habe. Ein Puppenstück befindet sich ja auch gerade in der Bearbeitung. Puh! Solange ich nicht über die arbeitsintensiven Berge, die vor mir
mehr...Ich räume das Haus meiner Eltern aus. Das ist ein komisches Gefühl. Schon wenn ich reinkomme, ist es seltsam, denn es ist komplett still. Gerade in den vergangenen zwei Jahren war mein Vater immer zuhause, und immer lief der Fernseher in hoher Lautstärke. An der Stille ist sofort zu merken, dass niemand mehr da ist. Mehr als 50 Jahre haben meine Eltern im Haus gewohnt, und jetzt sortiere ich ihre
mehr...Es wird Zeit, die Dankeskarten nach der Beerdigung meines Vaters fertig zu machen. Schon die Trauerkarte zeigte schwarzweiße Fotos, darum bekommt auch die Dankeskarte eins. Bei einer seiner vielen Stunden im Segelboot hat mein Vater das Bild selber fotografiert. Ich finde es sehr passend. Ruhe, Weite und unterwegs in Richtung Horizont. Ich gebe die Karten in den Druck und bin sicher, dass sie ihm gefallen würden. Morgen hätte er seinen
mehr...Meine Güte, was ist das für ein Aufwand, um die Unterlagen zu bekommen, die für ein Gutachten und einen Hausverkauf gebraucht werden! Ich habe eine eher kleine Liste, auf der einige Begriffe stehen, und lese mich zunehmend verzweifelt durch Behördenseiten im Internet. Grundbuchamt, Katasteramt, Bauordnungsamt … Immerhin weiß ich jetzt, warum so viele Notare und auch windige Geschäftemacher anbieten, dass sie die benötigten Unterlagen gegen Gebühr besorgen. Den Grundbucheintrag kann
mehr...Meine freien Tage, die kurz vor Weihnachten begannen, nähern sich dem Ende. Das passt auch, denn ich habe gemütlich vor mich hin gelebt, mich dabei gut erholt und merke, dass ich jetzt wieder aktiv werden möchte. Vor zwei Wochen war mir der Gedanke, dass ich noch eine Liste von Unterlagen bei Behörden anfragen und aus Ordner zusammentragen muss und dass wir in den nächsten Wochen das Haus meines Vaters ausräumen
mehr...Das alte Jahr endet und im nächsten wird es deutlich anders weitergehen. Die Unterstützung meines Vaters hat zunehmend Zeit und Energie von mir verlangt. Ich bin aber sehr froh, dass er sich bis zum Schluss darauf verlassen konnte. Ohne die 24-Stunden-Kräfte, die sich um seinen Alltag kümmerten, wäre alles gar nicht gegangen. Bei mir war es nicht nur der eine Tag in der Woche, den ich fest bei ihm verbrachte,
mehr...Am Sonntag wache ich in Frankfurt auf der gemütlichen Klappmatratze im Wohnzimmer meines Sohnes auf. Am Vorabend habe ich ein schönes Maybebopkonzert besucht, jetzt blinzelt die Sonne durch die Gardinen und ich bin erstmal raus aus allem. In zwei Tagen ist Weihnachten und mindestens bis Neujahr werde ich keine To-do-Sachen mehr erledigen, sondern nur machen, was ich gerade will. In aller Ruhe und ohne jedes Muss. Das beginnt sofort, denn
mehr...Meine Neujahrskarte male ich am Sonntag fertig und scanne sie ein. Beim Scan kommt diesmal die Aquarellstruktur nicht richtig raus und alles ist zu rötlich. Mit einer Bildbearbeitung versuche ich das Ergebnis besser zu machen, aber so ganz zufrieden bin ich am Schluss nicht. Soll ich es lieber nochmal einscannen und von vorne beginnen? Aber bisher hat es doch immer geklappt und ich möchte gerne in einem Schwung fertig werden.
mehr...Dass ich nicht mehr telefonisch erreichbar sein muss, weil mein Vater anrufen könnte oder etwas mit ihm passiert ist, daran muss ich mich erst gewöhnen. Seit mehr als einem Jahr hatte ich das Handy durchgehend bei mir und war darauf eingestellt, im Notfall sofort loszufahren. Begonnen hatte der freiwillige Bereitschaftsdienst vor fünf Jahren, als meine Mutter krank wurde und häufig Kontakt brauchte. Im Unterbewusstsein war ich seitdem immer auf dem
mehr...In der letzten Woche schlief unsere Katze viel und fraß wenig. Das ist in den letzten Monaten öfter mal für ein paar Tage geschehen, danach war wieder alles normal. Sie wollte aber auch nicht nach draußen. Das war ungewöhnlich. Sogar in den Nächten blieb sie im Haus, was nie vorher passiert war. Es war allerdings auch eisig kalt, sie ist inzwischen fünfzehneinhalb Jahre alt und mag windige Kälte gar nicht.
mehr...Der Sonntag beginnt mit einem Besuch im Krankenhaus. Mein Vater wirkt ein bisschen fitter. Seine Stimme ist fast normal, allerdings strengt ihn das Sprechen sehr an. Ich überrede ihn, das Mittagessen zu probieren und reiche einen Teelöffel mit etwas Kartoffelpüree und Soße. Es schmeckt ihm nicht, er verzieht das Gesicht und sagt: „So was nicht“. Ich sage: „Papa, du musst essen, damit du kräftiger wirst, auch wenn es nicht so
mehr...Sonntag: Ursprünglich war geplant, dass der Gatte und ich bis zum Abend in Frankfurt bleiben und wir am Nachmittag noch einmal das Theaterstück von F.E.S.T. ansehen, bei dem der Sohn mitmacht. Jetzt muss ich aber noch zu meinem Vater ins Krankenhaus, also gehen wir nur noch zusammen frühstücken. Es gibt ungewöhnliche Ei-Avocado-Cheddar-Toasts und englisches Frühstück mit Spiegelei, aber ohne Speck, weil die Bäckerei türkisch ist und kein Schweinefleisch anbietet. Es
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