Am Sonntag hacke ich schon sehr früh morgens – da ist es noch kühl – weiter einen Weg entlang des Zauns frei. Ich bin ziemlich gründlich, und das Ergebnis ist beeindruckend. Man könnte beim Anblick vermuten, dass ich auch sonst einen dementsprechend „ordentlichen“ Garten habe, in dem die Fleißigen Lieschen in Reihen gepflanzt werden. Aber es ist tatsächlich nur die Schneise zum Nachbargrundstück, die so musterhausgültig aussieht. Ein Laufweg am
mehr...Ich bin tief im Ferienmodus. Nichts Dringendes steht an. Mein Theaterstück ist geschrieben und ich werde es erst in einer Woche erneut durchlesen, wenn ich etwas Abstand zum Inhalt habe. Langweilig wird es mir trotzdem nicht. Abgesehen davon, dass ich immer eine Beschäftigung finde, stehen auch überall Kisten, die noch ausgepackt, Ordner, die noch sortiert und Zimmer, die grundausgeräumt werden müssen. Aber eben nicht sofort. Auf der Liste stehen auch:
mehr...In meiner Sommerresidenz – dem Grillplatz mit Laube, hoch oben, am Ende des Gartens – sitze ich weit ab von der Welt. Es fühlt sich zumindest so an. Ringsherum ist es grün zugewachsen und nach vorne kann ich zwischen den Bäumen in die Ferne und auf die ersten Eifeler Hügel gucken. Dort oben fühle ich mich komplett wohl. Manchmal denke ich: „Wenn ich so einen Platz an einem Urlaubsort vorfinden
mehr...Schon mehr als eine Woche habe ich ungestört Zeit zum Schreiben des Theaterstücks. Es geht sehr gut voran. Am Ende jedes Tages speichere ich die aktuelle Textversion auf einen Stick, den ich mit ins Haus nehme. Den Laptop lasse ich in der Laube, wo ihn ein Regensturm oder eine Katze vom Tisch fegen könnten. Das ist zwar nicht zu erwarten, aber es ist immer gut, die Daten auch woanders abgespeichert
mehr...Schreibwoche. Tatsächlich. Jeden Tag kann ich einige Stunden in der Laube sitzen und am Theaterstück schreiben. Ich kann es kaum glauben. Keine plötzlichen Termine, keine Telefonanrufe, die sofortiges Handeln erfordern könnten, keine To-do-Liste, die in den nächsten Tagen erledigt sein muss. Mein Leben hat sich wirklich geändert. Ich habe ein bisschen Déjà vu-Gefühle, denn so wie es jetzt ist, war es schon einmal: Als meine Eltern noch fit und selbstständig
mehr...Am Sonntagmittag starte ich den zweiten Versuch, die mit der Bahn kommenden Berliner abzuholen. Da Köln wegen der CSD-Parade großflächig zugestopft sein wird, machen wir ab, dass sie schon in Düsseldorf aussteigen und ich sie dort am Bahnhof abhole. Kilometermäßig ist das für mich ein wenig länger, dafür sind die Straßen frei. Ich fahre extra etwas früher los, weil ich mich auf dem Düsseldorfer Hauptbahnhof nicht auskenne und in Ruhe
mehr...Um 7 Uhr am Sonntagmorgen stehen der Gatte und ich schon in der Bäckerei, um Brötchen zu holen. Mit denen fahren wir in die Nähe von Limburg an der Lahn, um bei seiner Schwester zu frühstücken. Von der aktuellen Hitzewelle ist während der Fahrt dank der Klimaanlage im Auto nichts zu merken, im schwesterlichen Wohnzimmer wegen fehlender Klimaanlage schon. Da steht die warme Luft der letzten Tage und Nächte. Wir
mehr...Die meisten Tage beginnen in dieser Woche mit dem Gießen des Gartens. Die Sonne erscheint manchmal gerade erst am Horizont, es ist noch relativ kühl. Relativ, denn warm ist es auch schon am Morgen. Meine Solar-Wassersysteme arbeiten zwar gut für eine normale Grundversorgung, bei der aktuell großen Hitze brauchen sie aber Unterstützung. Der Klimawandel steht nicht mehr bevor, er zeigt die ersten Auswirkungen und kann nicht mehr zurückgedrängt werden. Sehr
mehr...Aus dem Plan, am Sonntag in Frankfurt aufzuwachen, mit dem Sohn noch gemeinsam Mittagessen zu gehen und dann nach Hause zu fahren, wird nichts. Das Aufwachen klappt noch wie vorhergesehen, doch dann denke ich daran, wie gut mir das gestrige Shakespeare-Theaterstück gefallen hat und dass es für die heutige Vorstellung noch einige Restkarten gibt. Kurzentschlossen reserviere ich für den Gatten und mich sofort Tickets. Daraufhin führen wir den Vormittag und
mehr...Mein Kalender hat nur wenige Einträge und ich fühle mich jetzt tatsächlich drin im neuen Leben, in dem ich sehr frei über meine Zeit verfügen kann. Sofort am Montag beginne ich mit dem Malen. Leider handelt es sich nur um Farbe, die auf eine der Wände im Hof kommt. Wie ist mir das denn schon wieder passiert? Anstatt am Puppenstück zu werkeln, streiche ich sorgfältig eine Hauswand, inklusive Sockel und
mehr...Am Sonntag ist der zweite Tag Steinhauen in der Eifel. Der Stein, den ich gewählt habe, ist auf der rechten Seite sehr hart, auf der linken Seite hat er bröckelige Einschlüsse. Das heißt, dass ich rechts sehr kräftig hauen muss, um kleine Stücke zu entfernen und es mir links passiert, dass ich an einer Stelle leicht schlage und sich ein dicker Batzen löst. Meist da, wo ich ihn behalten wollte.
mehr...Seit Donnerstag sind wir in der Nähe von Den Haag und haben eine Ferienwohnung auf einem Kuhbauernhof bei Zoetermeer. Ich mag es sehr, wenn ich morgens beim ersten Blick durch die Terrassentür Kühe sehe. Das entschleunigt total. Ins Zentrum von Den Haag brauchen wir nicht mal eine halbe Stunde. Wir buchen vorher für 22 Euro ein Tagesticket für ein Parkhaus im Zentrum. Das hört sich viel an, ist aber wegen
mehr...Immer noch regnet es oft und der Gartenboden bleibt sehr gut durchfeuchtet. Ich habe weiterhin keine Ahnung, in welchen Intervallen ich meine Solar-Bewässerungssysteme im Garten einstellen soll, damit sie einerseits genügend Gießwasser geben, andererseits nicht in zwei Tagen die Wassertonnen leergesaugt haben. Das ist ein bisschen blöd, denn ab Dienstag soll es zunehmend sommerlich werden und am Mittwoch fahre ich für einige Tage in Urlaub. Ich werde vorher wohl bei
mehr...Eine neue Zeit ist angebrochen. Der hohe Berg „Elternhaus ausräumen“, der in den letzten Monaten so viel Zeit beanspruchte, ist abgetragen. In Bergdimensionen gesprochen, liegt dort nur noch ein letztes Häufchen Bröckchen und Felssplitter. Das heißt: Die Mülltonnen müssen ein letztes Mal zu ihren jeweiligen Terminen an die Straße gestellt werden, in der Garage haben sich Reste von Sperrmüll, Metall, Schadstoffen und Elektroschrott angesammelt, die ich alle problemlos mit einer
mehr...Als hätte ich eine Truhe geöffnet, aus der mir jetzt Stück für Stück entgegenfällt, fallen mir immer wieder kurze Szenen für mein Theaterstück ein. Während ich aufräume, wenn ich spüle, fernsehgucke und auch, wenn ich gerade aufwache. Ich notiere die Szene dann schnell auf einen Zettel und klemme ihn auf mein „Theater“-Klemmbrett. Auch wenn die Notizen noch nicht zusammenhängen, werden sie später nicht nur viele verwendbaren Ideen sein, sondern vermutlich
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